Düsenlexikon von Y – Z 2016-12-19T15:26:20+00:00

Begriffe aus der Düsen- und Zerstäubungstechnik von Y bis Z

Y


Y-Zerstäuber

Eine spezielle Zweistoff-Düse: Der Y-ZerstäuberDer Y-Zerstäuber ist eine zu den Zweistoff-Düsen zählende und spezielle Düsenbauart. Sie wird vereinzelt dort genutzt, wo besonders hoch viskose Flüssigkeiten zu zerstäuben sind.

Also beispielsweise zum Zerstäuben von Schwerölen für Schiffsantriebe. Der Betrieb erfolgt sinnvollerweise oftmals mit Dampf. Hierbei kommt es bereits im Inneren des Y-Zerstäubers zu einem intensiven Wärmeaustausch zwischen dem Dampf und der zu zerstäubenden Flüssigkeit.

Aufgrund der Tatsache, dass die Viskosität von Flüssigkeiten unter anderem eine Funktion der Temperatur ist, führt dieses zu einer Reduzierung der Viskosität. Das begünstigt die Zerstäubung und führt zu feineren Tropfengrößenverteilungen.

Die Feinheit des erzeugten Tropfengrößenspektrums insgesamt hängt von vielen Faktoren ab. Zum einen von der Rheologie der Fuide, von der Beladung µ als auch von den Strömungsgeschwindigkeiten. Und zudem selbstverständlich von der geometrischen Ausgestaltung des Y-Zerstäubers selbst.


Z


Zungendüse

Unter einer Zungendüse versteht man eine konstruktiv und strömungsmechanisch einfach aufgebaute Einstoff-Druckdüse. Aus einer zentralen Bohrung strömt die Flüssigkeit auf eine angeformte ebene Strömungsfläche und bildet einen Flüssigkeitsfilm aus. Dieser zerfällt dann zu relativ groben Tropfen.

Zungendüsen finden sich häufig in der Landwirtschaft, wo sie zum Ausbringen von Gülle auf Feldern genutzt wird.


Zweiphasenströmung

Eine besondere Strömungsform, welche aus zwei verschiedenen Phasen besteht. In der gesamten Düsen- und Zerstäubungstechnik in erster Linie also beispielsweise aus Flüssigkeit und Gas beziehungsweise Dampf. Die Zweiphasenströmung spielt in der Düsentechnik hierbei eine große Rolle. Alle Zweistoff-Düsen mit innerer Mischung erzeugen eine derartige Zweiphasenströmung.

Für diese gelten besondere physikalische Zusammenhänge; so bspw. eine relativ geringe Schallgeschwindigkeit. Das Berechnen von Zwei- und Mehrphasenströmungen ist sehr komplex. Häufig wird die numerische Strömungssimulation CFD eingesetzt, um mehrphasige Strömungen zu berechnen. Auch die Ähnlichkeitstheorie stellt hier ein nützliches Werkzeug dar.


Zweistoff-Düsen

Eine spezielle Düsenbauart, bei welcher zusätzliches Druckgas oder Dampf als Energielieferant dient. Strömungstechnisch betrachtet bedeutet dieses, dass die Flüssigkeiten selbst nur unter geringem Differenzdruck zugeführt werden muss. Einige Bauarten von Zweistoff-Düsen arbeiten zudem selbst ansaugend. In diesem Fall ist keine Pumpe oder Druckvorlage zum Betrieb erforderlich.

Die Zweistoff-Düsen liefern in der Regel ein sehr feines Spray und können auch gut höher viskose Flüssigkeiten bei kleineren Volumenströmen zerstäuben. Dieses unterscheidet sie grundlegend von den Einstoff-Druckdüsen.

Unterschieden wird ferner in Zweistoff-Düsen innerer und äußerer Mischung. Das Auslegen und Optimieren von Zweistoff-Düsen ist aufgrund der komplexen Wechselwirkungen zwischen der zu zerstäubenden Flüssigkeit und dem strömenden Gas nicht ganz trivial.

Eine detaillierte Darstellung zu Zweistoff-Düsen finden Sie hier.