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Abtropfen

Eine technisch einfache Methode zum Erzeugen monodisperser Tropfen im Erdschwerefeld. Aus einer Kapillare tritt hierbei Flüssigkeit mit sehr geringer Geschwindigkeit aus und bildet einen hängenden Tropfen. Dieser nimmt in seiner Größe stetig zu, bis die Gewichtskraft die haltende Oberflächenspannungskraft überschreitet.

Im Fall der Nichtbenetzung ist die theoretische Tropfengröße dann

Tropfengröße beim Abtropfen aus einer Kapillare




In der Realität sind die erzeugten Tropfen etwas kleiner als die nach der Theorie berechneten. Zu unterscheiden ist ferner in Benetzung und Nichtbenetzung. Das Abtropfen wird technisch oftmals genutzt, um definierte Wirkstoffmengen abzugeben. Typische Anwendung: Tropfflaschen zur Dosierung von Medikamenten.


Aerodynamisches Zerwellen

Eine bestimmte Form des Zerfalls von Flüssigkeitslamellen zu Tropfen. Dieses Phänomen tritt bei Lamellen bildenden Düsen auf und beruht auf Wechselwirkungen der frei strömenden Lamelle mit der umgebenden Gasatmosphäre. Die Abgrenzung der verschiedenen Lamellenzerfallsphänomene voneinander ist schwierig, da einerseits die Übergänge fließend sind und zudem eine Vielzahl von Parametern eine Rolle spielen.

Das  aerodynamische Zerwellen ist ein technischer üblicher Betriebsbereich, der beispielsweise an Flachstrahldüsen, Hohlkegel-Düsen und Kegel-Düsen zu beobachten ist.


Akkustische Zerstäuber

Ein mit hoher Strömungsgeschwindigkeit strömendes Gas wird genutzt um Schallwellen zu erzeugen. Diese Düsen sind streng genommen weder eindeutig den Ultraschall-Zerstäubern noch den Zweistoffdüsen zuzuordnen. Einerseits nutzen sie die kinetische Energie des Gases zur Zerstäubung (Zweistoffdüsen), andererseits durch eine spezielle Strömungsführung des Gases induzierte Schwingungen. Sie konnten sich in der Praxis bislang nicht durchsetzen.


Ausflussfunktion

Eine wichtige Kenngröße bei der Berechnung kompressibler Gasströmungen aus Düsen und Öffnungen. Sie beschreibt in dimensionsloser Form die Massenstromdichte des strömenden Gases.

Ausflussfunktion für kompressible Gasströmungen




Beim Erreichen des kritischen Druckverhältnisses in der Düsenmündung, das ist beim Erreichen der Schallgeschwindigkeit der Fall, beträgt der Wert bei Luft als strömendem Fluid  ψ = 0,484.


Auslaufen

Dieses tritt an Kapillaren und bei extrem niedrigen Flüssigkeitsgeschwindigkeiten auf. Ab einem kritischen Kapillardurchmesser tritt Luft ein und es kommt zum Ausbilden unregelmäßiger und grober Tropfen. In der Theorie tritt Auslaufen bei einem Betrag ab 28 für die dimensionslose Bond-Zahl Bo auf. Besonders bei Rotationszerstäubern mit Einzeldüsen spielt das Auslaufen eine Rolle.

Dimensionslose Bond-Zahl. Diese beschreibt das Auslaufen von Kapillaren


Becherzerstäuber

Eine spezielle Bauform des Rotationszerstäubers, bei welchem das Gebiet des Fadenzerfalls bereits bei relativ geringen Flüssigkeitsvolumenströmen auftritt.


Beladung

Siehe Massenstromverhältnis


Benetzung

Berührt eine sich in der Gasatmosphäre befindliche Flüssigkeit eine feste Wandung, dieses kann beispielsweise eine Düsenmündung sein, tritt bei ruhenden oder mit sehr geringer Geschwindigkeit fließenden Fluiden das Phänomen der Benetzung (oder Nicht-Benetzung) auf.

Bei der Benetzung bildet die Flüssigkeit in der Regel einen Randwinkel  α < 90o aus, bei der Nicht-Benetzung einen Winkel  α > 90o.

Typisches Beispiel: Alkohol benetzt eine gereinigte Glasfläche sehr gut; Benetzung.

Quecksilber bildet hingegen einzelne und nahezu runde Tropfen; Nicht-Benetzung.


Bernoulli-Gleichung

Grundgleichung der Strömungsmechanik. Der dynamische Druck, der statische Druck und der geodätische Druck einer Strömung werden betrachtet. Eine Erweiterung erfolgt durch das Einführen von Verlustgliedern.

Bernoulli-Gleichung. Eine wichtige Grundgleichung der Strömungsmechanik. Spielt für die Technologie der Düsen und Zerstäuber eine wichtige Rolle.






ξ bezeichnet hierbei den sogenannten Druckverlustbeiwert,

pd ist der dyamische -, pg der geodätische - und p der statische Druck.


Benetzungsgrenze

Ein Begriff aus dem Bereich der Rotationszerstäuber. Für übliche Betriebszustände muss die Flüssigkeit auf der rotierenden Scheibe bzw. dem Becherzerstäuber einen geschlossenen Film ausbilden. Eine Rinnsalbildung ist also zu vermeiden. Hierzu ist ein Mindestvolumenstrom erforderlich, ferner spielen rheologische Eigenschaften der zu zerstäubenden Flüssigkeit eine Rolle.


Blasenströmung

Eine spezielle Strömungsform der Zweiphasenströmung. Sie tritt vorzugsweise bei kleinen Gasvolumenanteilen auf und ist im Bereich der Düsen-Technik von untergeordneter Bedeutung.


Borda-Mündung

Eine spezielle Düsenform bei Einstoff-Druckdüsen. Die Borda-Mündung erhöht den Turbulenzgrad der strömenden Flüssigkeit und sorgt für ein rasches Aufbrechen des Flüssigkeitsstrahles zu Tropfen. Diese Mündungsform trifft man gelegentlich bei so genannten Turbulenzdüsen an.


Brausen

In der Regel versteht man hierunter eine Anordnung von gleichmäßigen Bohrungen oder bestimmte Lochbleche. An den einzelnen Bohrungen findet der laminare Strahlzerfall statt. Es werden also viele monodisperse Tropfen gebildet.
Typisches Anwendungsbeispiel: Gartenbrause.

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